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Islands Westfjorde: tief eingeschnittene Fjorde im Kontrast zu schroffen Bergen

Einsame Schotterpisten, wunderschöne Hotpools, unzählige Fjorde

mit schroffen Küsten. Ein Traum von Landschaft.

 

Die Westfjorde befinden sich ‘oben links’ wenn man sie auf der Islandkarte sucht. Aufgrund der Weitläufigkeit und der teils steinigen Strassen werden sie (noch) nicht vom

Massentourismus überflutet. Wir kamen in den Genuss von (für uns) spektakuläre ‘Gassen’ mit traumhafter Kulisse. Zudem haben wir die unzähligen Hotpools genossen die

uns an kalten und regnerischen Tagen (also fast immer) entspannten und uns aufwärmten. In Island gibt es fast in jedem Ort (auch wenn dieses nur wenige hundert

Einwohner hat) ein Schwimmbad (meist draussen) mit warmen Pools. Die Isländer geniessen eben das ganze Jahr ihr Freibad.

 

Das waren unsere Highlights in den Westfjorden:

 

Origineller Hotpot bei Drangsnes

Nachdem wir vom Norden herkommend die ersten Fjorde umfahren haben erreichten wir das kleine Dorf Drangsnes. Am Ortseingang direkt an der ‘Hauptstrasse’ sahen wir bereits das Heisse-Quelle-Zeichen. Direkt im Meer an der Uferbefestigung stehen drei Badepotts. Das heisse Wasser wurde bei Bauarbeiten zufällig gefunden und wird seither u.a. zum Auffüllen der Potts genutzt. Auf der anderen Strassenseite die Dusche damit man sich vor und nach dem Duschen auch richtig waschen konnte. In Island wird nämlich vom

Gesundheitsamt vorgeschrieben, wie man sich vor dem Baden zu waschen hat. Der

Ort selber ist übrigens auch ganz schmuck und liegt direkt vor der Vogelinsel Grimsey zu welcher man eine Bootstour unternehmen und Vögel beobachten kann.

 

GPS N65 41 19.0 W21 26 50.6

Fahrt nach Djupavik und zur Krossnesslaug

Eine grandiose Fahrt führte uns auf Schotterpisten um die Fjorde entlang der schroffen Küste nach Djupavik. Dort, wo einst eine Heringfabrik goldene Zeiten verbrachte. Nachdem der Hering den Fjord aber nicht mehr berücksichtigt hat ging das Geschäft bachab. Die alte Fischfabrik ist immer noch im halb verfallenen Zustand und wird heute als Ausstellungsort von diversen Künstlern genutzt. Einige Kilometer weiter – die Strasse wurde immer ruppiger – erreichten wir die Krossnesslaug, eine ‘Badi’ mit Hotpools fast am Ende der Welt direkt am Meer (GPS N66 03 22.9 W21 30 29.7). Wieder eine herrliche Abwechslung nach der ruppigen Fahrt und bei Temperaturen im einstelligen Bereich.

Spektakuläre 4x4-Piste nach Lokinhamrar

Im Reiseführer steht ‘Die Strasse ist nur bei Ebbe zu bewältigen’. Das haben wir irgendwie verdrängt als wir am Ortseingang die schönen Bilder auf der Infotafel sahen. ‘Da wollen wir hin’. Und los ging’s um die Halbinsel. Wir hatten die Strasse für uns alleine. Eine schmale enge Piste führte um die Küste, z.T. hoch über dem Meer, mit Traumblick auf den Fjord. Vorbei am Leuchtturm Hafnarnes, über zwei kleine Wasserdurchfahrten, der steilen Küste entlang durch Felder von Lupinen. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Es war ein Traum! Und dann wurde die Strasse immer enger… hm, wo ist denn die Strasse? Die Wellen schlugen über die Geröllhalde (das wäre wohl die Strasse gewesen). Nachdem uns eine Welle nass (und kalt) abgeduscht hat blieben wir vernünftig und kehrten um . Die Nacht verbrachten wir auf halber Strecke beim Leuchtturm.  

Dyniandi-Wasserfall

Von Pingeyri führt eine Schotterstrasse über den Pass Hrafnseyrarheidi zum nächsten Fjord. Wir sind uns sicher, die Aussicht wäre ohne Regen und ohne Nebel wunderbar gewesen. Auf der anderen Seite befindet sich einer der schöneren (für unseren Geschmack - und wir haben nun doch schon einige gesehen) Wasserfälle - der Dyniandifoss, mit seinen insgesamt sechs Wasserfällen. Es regnete in Strömen, die Lust auszusteigen war extrem klein. Also suchten wir uns ein Übernachtungsplätzchen in der Nähe und hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag. Immerhin: es hat am nächsten Morgen für kurze Zeit aufgehört zu regnen und wir konnten ‘trocken’ zum Wasserfall hochlaufen.

Urchiger Naturpool am Reykjarfördur

Etwas südlicher vom Dynjandifoss am Reykjarfördur, umgeben von ‘Nichts’ befindet sich ein aus Steinen und Torfsoden aufgebauter kleiner Naturpool. Ein richtiger schöner Pool der zum Verweilen einlud. Wir genossen das heisse Bad bei einer Wassertemparatur von etwa 42 Grad.

 

GPS N65 37 21.9 W23 28 06.7

Latrabjarg: der westlichste Punkt Europas

An der 14 Kilometer langen Steilküste Latrabjarg tummeln sich Tausende von Vögeln. Die Fahrt dorthin war sehr ruppig und mit diversen Schlaglöchern versehen. Vorbei an einem Schiffswrack (dem ersten aus Stahl gefertigten Fischerboot in Island) und an traumhaften Stränden befindet sich am Ende der Halbinsel eine Steilküste. Die Wanderung über den Felsen war beeindruckend. Wenn man sich auf den Boden legt und über die Klippen schaut kann man die Vögel (z.B. Papageientaucher, verschiedene Möwenarten, Tordalken…) wunderbar beobachten. Allerdings ist der Geruch etwas unangenehm. Es riecht nach Vogelkacke….

Kleine Video-Ausschnitte aus unserer Fahrt um die Halbinsel bei Pingeyri...



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Kommentare: 5
  • #1

    Fabienne (NRS) (Montag, 09 Juli 2018 11:25)

    Hallo ihr leiben...
    Ich lese sehr gerne eure Einträge und "Reise" ein bisschen mit....am liebsten ab, Taschen packen und los....hinaus ins weite der Welt :-) Na ja geht leider nicht und solange ich noch hier bin lese ich eure Berichte und Erlebnisse und schaue mir die tollen Bilder an....
    LG aus der Schweiz - Fabienne

  • #2

    Misch (Montag, 16 Juli 2018 08:41)

    Bin wöchentlich gespannt auf eure spannenden Einträge und wunderschönen Fotos! Liebe Grüsse aus der tropischen Schweiz Misch

  • #3

    Nicole & Pit (Mittwoch, 18 Juli 2018 16:26)

    Herzlichen Dank für Euer Feedback. Freut uns sehr dass Euch unsere Berichte und Bildern gefallen. Wir bleiben dran und werden Euch auf dem Laufenden halten :-).

    Liebe Grüsse
    Nicole & Pit

  • #4

    Edi (Montag, 20 August 2018 19:31)

    oh, wunderschoeni bilder....duene grad emol oii page chli ahluege. machets guet und gaend sooorg. lg edi

  • #5

    Nicole & Pit (Montag, 27 August 2018 16:41)

    Dankeeeee vielmol Edi �