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Island: vom einsamen Osten in den 'stinkenden' Norden

Island hat uns mit prachtvollem Wetter empfangen. 18 Grad und herrlicher Sonnenschein. So haben wir uns Island vorgestellt. Das kommt gut…

 

Nach der Ankunft unserer Fähre MS Norröna fuhren wir in das nächste grössere Dorf – Egilsstadir – um unsere Vorratskammer wieder aufzufüllen. Mit vollem Auto in Island einreisen ist nicht. Pro Person darf man nur gerade mal 3kg an Esswaren mitnehmen. Bier immerhin 12 Liter pro Person wenn man den Wein und Spirituosen zu Hause lässt. Vor den beiden Supermärkten des Dorfes parkten zu diesem Zeitpunkt fast ausschliesslich Wohnmobile, Vans oder andere für die gröbsten isländischen Strassen ausgestattete Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen. Also machten wir uns auf zum Bankomaten um isländische Kronen zu beziehen. Nachdem wir unseren Kühlschrank gefüllt hatten ging es dann endlich los.

 

Das waren bisher unsere Lieblingsorte im Osten und im Norden von Island:

 

Hochlandbad Laugarfell

Ein kleines schmuckes Hochlandbad mit kleinem Guesthouse. Schon die Fahrt dorthin war beindruckend. Laugarfell befindet sich auf einer kargen aber wunderschönen Hochebene mit Blick auf die Schneeberge. Das Bad verfügt über zwei kleine Naturpools (eine der wenigen Naturpools in Ostisland hat uns ein Isländer verraten). Und selbstverständlich konnten wir neben dem Guesthouse in unserem Piccolo übernachten und den Pool auch am nächsten Morgen nochmals nutzen. Nach dem Frühstück unternahmen wir eine kleine Wanderung rund um das Gebiet bei Laugarfell und kamen in den Genuss unseres ersten Wasserfalls. Eindrücklicher als der bekannte Hengifoss (der mit den roten Streifen) zu welchem wir auf dem Rückweg nach Egilsstadir Hoch gestiegen sind.

 

Über die kurvenreiche Helisheidi nach Vöpnafjördur

Nach Vöpnafjördur gelangt man entweder über die Ringstrasse (die 'Autobahn' von Island, eine geteerte Strasse welche rund um die Insel führt) oder man nimmt die unbefestigte und sehr kurvenreiche Strasse über die Helisheidi und hat einen herrlichen Aussicht auf das tiefblaue Meer. Wir nahmen die Strasse über die Helisheidi… Die Fahrt hat sich gelohnt. Und Piccolo konnten wir bei dieser 'einfachen' Schotterpiste schon mal einfahren.

 

Papageientaucher auf dem Vogelfelsen bei Borgafjördur

Ein kleines Dorf mit ein paar Einwohnern und einem schmucken Hafen etwa 5 Kilometer ausserhalb des 'Dorfzentrums'. Am Hafen befindet sich der 'Vogelfelsen' auf welchem sich Tausende von Papageientaucher, aber auch Möwen und Enten tummeln. Ein herrlicher Anblick und ideal für wunderbare Fotomotive.

4x4Piste über die Halbinsel Langanes zum Leuchtturm Fontur

Eine 4x4-Piste, die aber eigentlich auch für ‘normal’ Fahrzeuge befahrbar wäre. Zum Teil etwas ruppig, aber bei vorsichtiger Fahrt machbar. Die Fahrt hinaus zum Leuchtturm beginnt in Porshöfn und führt vorbei an Stränden mit Unmengen von Treibholz das aus Kanada (gefroren in Eisschollen) nach Island ‘transportiert’ wurde. Auf dem letzten Abschnitt der Fahrt befindet sich ein weiterer Vogelfelsen mit Möwen. Dort begegneten wir auch wilden Island Pferden die unser Auto genau unter die Lupe genommen haben (siehe Bild). Begleitet wurden wir von unzähligen Schafe. Eine wirklich sehr schöne und spannende Fahrt zum Leuchtturm wo wir übrigens auch übernachtet haben.

Wandern in den Asbyrgi Cliffs

Im Jökulsargliufur Nationalpark haben wir die Regenklamotten angezogen und sind auf die Felskannte gestiegen. Die Wanderung führte über einen Abbruchfelsen und bot einen schönen Ausblick in die Schlucht, welche angeblich einem Hufabdruck gleicht. Wir wurden am Ende mit einem atemberaubenden Blick auf eine kleine Lagune belohnt dessen Farben bei dem Regenwetter wunderbar zur Geltung kamen.

Der Viti Krater und die Myvatn Touri-Ecke

Da waren sie also die Touristen denn diese Hotspots befinden sich in der Nähe der Ringstrasse. Wir sind auf den Krater des Vulkans Viti gestiegen von welchem man einen schönen Blick auf den türkisfarbenen Kratersee hat. In der gleichen Ecke befindet sich ein noch rauchendes Lavafeld und blubbernde stinkende Löcher. Man befindet sich hier in einem geothermischen Gebiet. Der nahegelegene Myvatn-See und das Gebiet drum herum ist ein schönes Naturschutzgebiet. Der Name Myvatn bedeutet Mückensee und wird seinem Namen durchaus gerecht. Eine gefühlte Million Mücken sind um unseren Kopf geschwirrt die in jede Öffnung des Körpers kriechen wollten.

Husavik und der Käse-Pot

Husavik ist bekannt für Whale Watching Touren, was wir auch mitgemacht haben und es hat sich gelohnt. Immerhin haben wir Buckelwale und springende Delfine gesehen. Doch viel mehr haben wir den Hotpot in einem ehemaligen Käsekessel genossen welcher oberhalb des Dorfes liegt. Ein Geheimtip und ein Gedicht an einem kalten regnerischen Tag.

Godafoss, der kleine aber feine…

Wenn man sich im Norden einen Wasserfall anschauen möchte dann den Godafoss. Nicht sehr mächtig aber schön durch die Breite des Wasserfalls. Und wenn dann noch der Regenbogen rein spiegelt… 

 

 

Ja, da war doch noch was mit dem Wetter. Ab Tag 5 schlug das Wetter schlagartig um. Regen, Nebel, Abkühlung auf 5 - 8 Grad (am Tag, nicht in der Nacht…). Zwischendurch auch gerne mal Schnee. Ab und zu mal etwas Sonne (meistens am Abend am 22h). Also doch, das Wetter kann auch anders in Island. Uns seither wurde es nicht mehr besser...


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Kommentare: 2
  • #1

    Marc Plihal (Montag, 02 Juli 2018 16:19)

    Die Fotos sehen wunderschön aus, da wird man richtig neidisch :-)
    Geniessen die Zeit.
    Grüsse aus der heissen Schweiz.

  • #2

    Peter Horstink (Dienstag, 03 Juli 2018 15:34)

    Vielen Dank.. ja das machen wir jeden Tag.. auch wenn das Wetter seine Launen hat.
    Beste Grüsse aus Reyhjavic